Autogas (LPG, Flüssiggas) besteht aus Propan, Butan bzw. deren Gemischen und entspricht damit dem Brennstoff Flüssiggas, den wir auch als Heizenergie oder aus Feuerzeugen kennen. Autogas ist ungiftig und daher wesentlich unbedenklicher im Einsatz als beispielsweise Benzin.
Es fällt als Nebenprodukt bei der Erdgas- und Erdölförderung an, wird also in Erdölraffinerien gewonnen.
Der Unterschied zu Erdgas besteht im Wesentlichen darin, dass Erdgas ein Methangas (CNG) ist. Erdgas wird im Fahrzeug unter einem Druck von 200 bis 220 bar gasförmig gespeichert. Flüssiggas wird – wie der Name bereits sagt – in flüssiger Form unter einem Druck von 8 bis 20 bar im Fahrzeugtank gespeichert.
Auch wenn die Emission der „limitierten Schadstoffe“ (CO, HC, NOx) nicht mehr wesentlich verbessert werden kann, so ist beim Einsatz von Autogas im Vergleich zum Benzin der Ausstoß von CO2 geringer – und zwar um rund 10%. Im . Ein weiteres Plus von Autogas gegenüber Benzin: ein geringerer Ausstoß von Abgasschadstoffen, die nicht gesetzlich limitiert sind – so z.B. die schädlichen aromatischen Kohlenwasserstoffe wie etwa Benzol.
Insbesondere unter dem Aspekt eines möglichst schnellen Marktaufbaus mit entsprechender Schadstoffminderung liegen wesentliche Vorteile beim Flüssiggas-Antrieb.
Während Erdgas meist erst nach Kauf eines entsprechend ausgestatteten Neuwagens genutzt wird, können die ökologischen Potenziale von Autogas durch die problemlose Ausrüstmöglichkeit schon im Fahrzeugbestand zum Tragen kommen.
Das leichtere Handling des Tanks wegen der wesentlich niedrigeren Betriebsdrücke sowie kostengünstigere und schneller amortisierbare Ausrüstungen begünstigen diesen Trend. Den Forderungen der Politik nach einer Sicherung der nachhaltigen Mobilität kommt Flüssiggas also in hohem Maße entgegen.
Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt: Ohne diese Option auf flüssiggasbetriebene Fahrzeuge würde Deutschland sich verkehrspolitisch ins Abseits stellen. Innovative Antriebskonzepte, so der Fortschrittsbericht des Bundeskabinetts, müssen ins internationale Umfeld passen:
„Eine national ausgerichtete Kraftstoffstrategie macht gerade für Deutschland mit seiner in hohem Maße exportorientierten Automobilindustrie und seiner Lage im Herzen Europas keinen Sinn.“