Die Entwicklung wettbewerbsfähiger alternativer Kraftstoffe ist eine der zentralen Positionen im „Fortschrittsbericht 2004“, den das Bundeskabinett beschlossen hat.
Unter dem Titel „Perspektiven für Deutschland“ definiert diese Studie die wichtigsten politischen Leitlinien und Ziele für eine nachhaltige Entwicklung.
Ein erhebliches Potenzial zur Reduzierung der Schadstoff-Emissionen wir dabei dem Gasantrieb zugeschrieben.
Sowohl Autogas als auch Erdgas nehmen nach Einschätzung der Regierung in Zukunft einen zunehmenden Anteil an den genutzten Kraftstoff-Varianten ein.
Der realistisch betrachtete Marktanteil an Autogasfahrzeugen liegt nach Einschätzung des Kabinetts bis zum Jahr 2020 bei 1,5 %. Bezogen auf einen Kraftfahrzeugbestand von ca. 64 Millionen, den das Umweltbundesamt für 2020 prognostiziert, werden rund 960.000 autogasbetriebene Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein.
Als der Alternativ-Kraftstoff Autogas sich auf der AMI 2004 erstmals mit einem großen Gemeinschaftsstand präsentierte, waren auf deutschen Straßen gerade einmal 30.000 flüssiggasbetriebene Fahrzeuge unterwegs. Für ihre Betankung standen knapp 600 öffentlich zugängliche Autogas-Stationen zur Verfügung. Eine Situation, in der es zweifellos noch Pioniergeist erforderte, sein Fahrzeug umrüsten zu lassen.
Die finanziellen und ökologischen Produktvorteile sorgten jedoch in den folgenden Jahren für eine beispiellose Marktdynamik: 2006 war bereits die 1.000er-Grenze bei den Tankstellen überschritten und der Fahrzeugbestand auf 70.000 angewachsen.
Und bis heute haben sich hierzulande mehr als 240.000 Autofahrer für die schadstoffarme Antriebstechnologie entschieden. Damit ist Autogas ebenso wie im weltweiten Vergleich auch in Deutschland Marktführer bei den alternativen Kraftstoffen. Die Tankstellen-Infrastruktur wächst nach wie vor, hat aber inzwischen mit ca. 3.800 Stationen in allen Regionen eine flächendeckende Dimension erreicht.